Über meine Arbeit

Basierend auf Zeichnung und Grafik, arbeite ich an mehreren Werkreihen, die sich gegenseitig bedingen und fortwährend verzweigen. Viele der neueren Werkreihen verbindet ein übergeordneter Assoziationsraum, der angeregt wird durch die Frage nach Wahrnehmung von wandelbaren Identitätsfacetten – diejenigen, die man an sich selbst erlebt und denen, die einem von anderen zugeschriebenen werden. Damit einher geht mein Interesse an Transformationsprozessen und Metamorphosen.

In den meisten meiner Arbeiten untersuche ich seit über 25 Jahren die Symbiose von Bild- und Realraum, indem Zeichnungen und Grafik auf Wände, Böden und Decken übergreifen.

In einer aktuellen Werkreihe werden Mobiles von Projektionen animierter Zeichnungen überlagert. Schattentänze breiten sich im Raum aus. Das Gestaltungselement Zeit erweitert die dreidimensionalen Arbeiten um eine vierte Dimension.
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Based on drawings and graphics, I am working on several series of works that are interdependentand continually branching out. The newer groups of works are linked by an overall associative space, inspired by the question of how we perceive changing facets of identity — those we experience ourselves and those attributed to us by others. This goes hand in hand with my interest in processes of transformation and metamorphosis.

In most of my work over the past 25 years, I have been exploring the symbiosis of image and real space by extending drawings and graphics onto walls, floors, and ceilings.

In a current series of works, mobiles are overlaid with projections of animated drawings. Shadow dances spread throughout the space. The artistic element of time adds a fourth dimension to the three-dimensional works.

Text von Martin Schick zur Ausstellung „Don Rosas Schlaf ist unser Wandel“,
Galerie der Stadt Backnang, 10.12.2021 – 20.02.2022

In der Ausstellung gezeigt werden Zeichnungen, Wachsmalereien, Papierschnitte, Objekte, Malereien, Videofilme und Trickfilme. Der in Ludwigsburg lebende Maler und Graphiker Jörg Mandernach arbeitete schon immer mit unterschiedlichen Medien und über das Einzelbild hinaus. Dazu kommen Installationen und Wand-Raum-Zeichnungen, die sich zum Teil über Wände, Böden und Decken ausbreiten. Im gotischen Chorraum, der Bestandteil der Galerie ist, ist ein großes Mobile installiert.

Mandernach hat an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste studiert, wo er im letzten Studienjahr eine Vertretungsprofessur hatte. In den Stuttgarter Wagenhallen befindet sich sein Atelier.
Mandernachs Arbeiten sind geprägt von großer Experimentierfreude. In den zurückliegenden Jahren hat er eine eigenwillige, transmediale Bildsprache entwickelt, die schon in kleineren Formaten immer dichter, entschiedener, aber auch poetischer geworden ist und sich gleichzeitig immer stärker in den Raum ausgedehnt hat.

Seine Cut-outs, Collagen und die sich im Ausstellungsraum ausbreitenden Raumzeichnungen sind darüber hinaus oft angereichert mit Textfragmenten oder Wortgeflechten. Nicht selten verarbeitet er darin Bezugnahmen zur alltäglichen Medien-, Werbe- oder Modewelt sowie zur Sphäre der Populärmusik. Balancierend auf dem schmalen Grat der Gerade-noch- oder schon Nicht-mehr-Lesbarkeit, erkundet er spielerisch die fließenden Grenzen zwischen freier Form, Bilderzählung, Chiffre und Wort.                                                          (Martin Schick)
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Text by Martin Schick for the exhibition “Don Rosas Schlaf ist unser Wandel
Gallery of the City of Backnang, December 10, 2021 – February 20, 2022

The exhibition features drawings, wax paintings, paper cuts, objects, paintings, video films, and animated films. Ludwigsburg-based painter and graphic artist Jörg Mandernach has always worked with different media and beyond the individual image. In addition, there are installations and mural drawings, some of which extend across walls, floors, and ceilings. A large mobile is installed in the Gothic choir room, which is part of the gallery.

Mandernach studied at the State Academy of Fine Arts, where he held a position as a substitute professor during his final year of study. His studio is located in the Wagenhallen in Stuttgart.

Mandernach’s works are characterized by a great enthusiasm for experimentation. In recent years, he has developed an idiosyncratic, transmedial visual language that has become increasingly dense, decisive, but also poetic, even in smaller formats, while at the same time expanding more and more into space.

His cut-outs, collages, and spatial drawings, which spread out across the exhibition space, are often enriched with text fragments or word webs. He frequently incorporates references to the everyday world of media, advertisement and fashion, as well as to the sphere of popular music. Balancing on the fine line between the barely and the no longer legible, he playfully explores the fluid boundaries between free form, visual narrative, cipher and word.                                                                                                                                                      (Martin Schick)